Kunsthandel Fiedler
WIEN · SEIT 1973
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Inv. F-1097
Perl Karl

Der Künstler Karl Perl wurde am 3. März 1876 in Liezen (Steiermark) geboren und verstarb am 2. August 1965 in Wien. Er war als Bildhauer und Medailleur tätig und war mit der Malerin Olga Jellinek verheiratet. Karl (Carl Sigmund) Perl wurde auf Schloss Grafenegg bei Liezen in eine wohlhabende Familie geboren. Sein Vater betrieb in der Steiermark eine moderne Dampfbrauerei, stammte aus Wien, seine Mutter aus Schlesien. Nach dem Brand von Schloss und Brauerei ging der Vater mit den Söhnen Karl und Rudolf nach Wien. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1887 förderte sein gesetzlicher Vormund Karls Talent zur Schnitzerei und schickte ihn an die Holzfachschule in Walachisch-Meseritsch in Mähren, gefolgt von einem Studienjahr an der Kunstgewerbeschule in Graz. Ab 1896 studierte er dank der Vermittlung seines Onkels Bernhard Baumeister, Schauspieler am Burgtheater, Bildhauerei an der Wiener Kunstakademie bei Edmund von Hellmer, Caspar von Zumbusch und Carl Kundmann. 1902 erhielt er für den Entwurf der Großplastik „Tröstung“ den Preleuthner-Preis der Akademie und ein dreijähriges Italien-Stipendium. Zudem errang er Preise für Medaillen und Plaketten und wurde 1911 mit der Kleinen goldenen Staatsmedaille ausgezeichnet. Perl wurde 1912 Mitglied des Künstlerhauses, der Bildhauer-Vereinigung sowie der Medailleur-Vereinigung und unterhielt sein Atelier in der Hirschengasse in Mariahilf. Im Ersten Weltkrieg war er als Soldat in der Ukraine stationiert. 1922 heiratete er die Malerin Olga Jellinek. In den folgenden Jahren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, darunter 1923 den Anton-Wedl-Förderungspreis, 1930 den Preis der Stadt Wien für die Großplastik „Schmerz“ sowie 1946 den „Goldenen Lorbeer“ des Künstlerhauses. Sein vielseitiges Schaffen umfasste Medaillen, Großplastiken und Grabdenkmäler. Während der NS-Zeit zeigte er nach anfänglichen nationalsozialistisch geprägten Werken ausschließlich thematisch unverdächtige Objekte im Künstlerhaus. Nachdem sein Wiener Atelier 1944 durch Fliegerbomben zerstört worden war, wurde er in seinen letzten Lebensjahren vom Künstlerhaus unterstützt. Er verstarb 1965 in Wien und wurde am Südwestfriedhof beigesetzt. Die Porzellan-Madonna ist mit der Bodenmarke KERAMOS versehen, misst 37 cm in der Höhe und stammt aus österreichischem Privatbesitz. VERKAUFT

Perl Karl

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Künstler / Werkstatt Karl Perl
Inventarnummer F-1097

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