Das Lobmeyr-Kristallglas-Service TS 229 wurde um 1910 nach einem Entwurf von Stefan Rath (Wien 1876–1960 ebenda) gefertigt und ist mit einer Silber-Diana-Kopfpunze gemarkt. Das Werk besteht aus Kristallglas und Silber und stammt aus österreichischem Privatbesitz. Das 50-teilige Tafelservice (Nr. 229 von L. Lobmeyr, Wien) setzt sich zusammen aus: 6 Stamperln (Höhe 6,5 cm), 6 Weißweingläsern (Höhe 8,5 cm), 6 Rotweingläsern (Höhe 9 cm), 6 Sektgläsern (Höhe 10 cm), 6 Wassergläsern (Höhe 14 cm; 1 Lippe beschädigt), 6 Fingerschalen mit Untertassen (1 Teil beschädigt), 1 Krug mit Untertasse (Rand beschädigt), 6 kleinen Tellern (Ø 15,5 cm) sowie 1 Schüssel mit Silberrand (Ø 20 cm). Die farblosen Wandungen verfügen über einen glatten Mundrand, eine Olivenschliffbordüre, eine Feinsteinelmanschette, einen Ansatz mit Schälschliffen sowie einen Boden mit Feinsteinel. Stefan Rath (1876–1960) war der Inhaber des Wiener Handelshauses für Glaswaren J. & L. Lobmeyr, wobei sein Hauptschaffensgebiet in der Gestaltung und im Design, vor allem der Gravierung, lag. Er war seit 1894 in der Firma seines unverheirateten Onkels Ludwig Lobmeyr tätig und erlebte die Übersiedlung in das jetzige Stammhaus in der Kärntner Straße 26. Nach dem Tod Ludwigs im Jahr 1917 wurde Stefan Rath Alleininhaber in einer turbulenten Zeit, die von der Gründung der Werkstätten in Steinschönau (Kamenický Šenov, CZ) und einer zweiten großen Blüte in Zusammenarbeit mit den Trägern der Wiener-Werkstätten-Idee geprägt war. 1938 übergab er die Firma an seinen Sohn Hans Harald Rath.
Rath Stefan
| Künstler / Werkstatt | Rath, Stefan |
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| Inventarnummer | F-1094 |
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