Kunsthandel Fiedler
WIEN · SEIT 1973
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Inv. F-1088
wotruba obj :: Kunsthandel zur grünen Säule

Der Künstler lebte von 1907 bis 1975 in Wien, Österreich. Die Radierung ist mit „F. Wotruba“ signiert und misst 65 × 50 cm. Das Werk stammt aus österreichischem Privatbesitz. Die Darstellung zeigt fünf abstrahierte menschliche Figuren in verschiedenen Posen. Die Körper sind skizzenhaft gezeichnet, mit klaren, eckigen und gleichzeitig expressiven Linien, wie sie für Wotrubas Werk typisch sind, und wirken wie Studien zum Thema Bewegung oder Körpersprache. Die spontane, fast nervöse Linienführung besitzt einen starken Ausdruck, während die stilisierten Körper an plastische Modelle erinnern, die möglicherweise als Vorstudien zu Skulpturen dienten. Die Komposition weist auf Wotrubas Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur als formales und spirituelles Thema hin. Das Papier weist typische Alterungsspuren auf, was für ein Werk aus der Mitte des 20. Jahrhunderts spricht. Fritz Wotruba (1907–1975) war eine der prägendsten Figuren der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft der Nachkriegszeit mit einer überaus internationalen Karriere. Die erste Personale des damals 24-jährigen Bildhauers fand 1931 im Museum Folkwang in Essen statt, und ebenso international entwickelte sich seine weitere Laufbahn, begleitet von umfassenden Werkschauen in Europa und den USA. Wiederholte Teilnahmen an der documenta in Kassel, an Biennalen, Expos und Freilichtausstellungen belegen seine zentrale Rolle im zeitgenössischen Skulpturendiskurs, denn bei aller Abstraktion blieb für Wotruba die menschliche Figur – ob aus Stein gehauen oder in Bronze gegossen – der Dreh- und Angelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Wotrubas rege Ausstellungstätigkeit spiegelte sich auch in seinem Netzwerk wider. Er war befreundet mit Bildhauerinnen und Bildhauern wie Marino Marini, Henry Moore und Germaine Richier und kannte César, Alberto Giacometti, Henri Laurens sowie Aristide Maillol persönlich. Mit diesen und weiteren wichtigen Plastikerinnen und Plastikern der Nachkriegsmoderne wie Kenneth Armitage, Lynn Chadwick, Barbara Hepworth, Louise Nevelson, Isamu Noguchi, Eduardo Paolozzi und Alicia Penalba teilte er sich immer wieder die Bühne. Anhand ausgewählter historischer Werkbegegnungen wird der internationale Kontext beleuchtet, der Wotrubas spezifische bildhauerische Sprache und seine damit verbundene Relevanz für die Kunst nach 1945 sichtbar macht.

wotruba obj :: Kunsthandel zur grünen Säule

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Objektart Grafik & Zeichnungen
Künstler / Werkstatt Fritz Wotruba
Zustand Altersgemäßer Zustand
Inventarnummer F-1088

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