Karl Perl wurde am 3. März 1876 in Liezen geboren und verstarb am 2. August 1965 in Wien. Die Porzellan-Madonna ist mit der Bodenmarke „KERAMOS“ gemarket, misst in der Höhe 37 cm und stammt aus österreichischem Privatbesitz. Der Bildhauer und Medailleur Karl Perl wurde in eine wohlhabende Familie geboren. Nach dem Brand von Schloss und Brauerei zog der Vater mit den Söhnen Karl und Rudolf nach Wien. Nach dem Tod des Vaters 1887 wurde ein Onkel sein Vormund, der Karls Talent zur Schnitzerei erkannte und ihn auf die Holzfachschule in Walachisch-Meseritsch in Mähren schickte; danach folgte ein Jahr an der Kunstgewerbeschule in Graz. Vermittelt durch seinen Onkel Bernhard Baumeister, Schauspieler am Burgtheater, konnte Perl ab 1896 Bildhauerei an der Wiener Kunstakademie unter Edmund von Hellmer, Caspar von Zumbusch und Carl Kundmann studieren. 1902 erhielt er den Preleuthner-Preis für den Entwurf der Großplastik „Tröstung“ sowie ein dreijähriges Italien-Stipendium. Zudem errang er Preise bei Wettbewerben für Medaillen und Plaketten und erhielt 1911 die Kleine goldene Staatsmedaille. Ab 1912 war Perl Mitglied des Künstlerhauses, der Bildhauer-Vereinigung und der Medailleur-Vereinigung und unterhielt sein Atelier in der Hirschengasse in Mariahilf. Im Ersten Weltkrieg war er als Soldat in der Ukraine stationiert. 1922 heiratete er die Malerin Olga Jellinek. Es folgten weitere Auszeichnungen wie der Anton-Wedl-Förderungspreis 1923, eine Subvention des Unterrichtsministeriums 1924 sowie 1930 der Preis der Stadt Wien für die Großplastik „Schmerz“. Arbeiten von ihm wurden in den 1930er und 1940er Jahren für die Städtischen Sammlungen angekauft. Sein vielseitiges Schaffen umfasste Medaillen, Großplastiken und Grabdenkmäler. Während der NS-Zeit zeigte er nach anfänglichen nationalsozialistisch geprägten Werken ausschließlich unverdächtige Objekte. 1944 wurde sein Wiener Atelier durch Fliegerbomben zerstört. In seinen letzten Lebensjahren wurde Karl Perl vom Künstlerhaus unterstützt, das ihm 1946 zu seinem siebzigsten Geburtstag den „Goldenen Lorbeer“ verlieh. Er wurde am Südwestfriedhof beigesetzt.
Perl Karl obj :: Kunsthandel zur grünen Säule
| Objektart | Glas, Porzellan & Keramik |
|---|---|
| Künstler / Werkstatt | Karl Perl |
| Inventarnummer | F-1079 |
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