Der Architekt Adolf Loos wurde am 10. Dezember 1870 in Brünn geboren und verstarb am 23. August 1933 in Kalksburg bei Wien. Er war der Sohn des Bildhauers und Steinmetzen Adolf Loos senior. Nach dem Studium an der k. k. Staats-Gewerbeschule in Brünn und der Polytechnischen Hochschule in Dresden sowie einem Aufenthalt in den USA ließ er sich 1896 in Wien als Innenarchitekt nieder. Loos positionierte sich früh gegen die Wiener Alltagskultur und das Ornament an Gebrauchsgegenständen, was sich in seinen Schriften wie „Ins Leere gesprochen“ und „Ornament und Verbrechen“ sowie in wegweisenden Bauten wie dem Café Museum oder dem Looshaus äußerte. Er prägte den Begriff des „Raumplans“ und hinterließ ein umfangreiches Werk an Geschäftslokalen, Privatvillen und Inneneinrichtungen. Der hier angebotene Haberfeld-Tisch wurde von F. O. Schmidt in Wien nach 1899 aus Buche mit Messingschuhen und einer Platte mit Messingeinfassung ausgeführt. Das sechssäulige beziehungsweise sechsbeinige Möbelstück misst in der Höhe 66–67 cm bei einem Durchmesser von 86 cm (beziehungsweise einer Breite von 81 cm). Adolf Loos verwendete dieses Tischmodell mehrfach und in Variationen, erstmals 1899 für die Sitzecke des Wohnzimmers der Familie des Kunsthistorikers Dr. Hugo Haberfeld in Wien, und griff später immer wieder darauf zurück. Das Objekt stammt aus österreichischem Privatbesitz.
Loos Adolf obj :: Kunsthandel zur grünen Säule
| Objektart | Möbel & Interieur |
|---|---|
| Künstler / Werkstatt | F. O. Schmidt |
| Inventarnummer | F-1077 |
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