Das in Öl auf Leinwand gemalte und gerahmte Porträt zeigt eine sitzende Dame und misst 120 × 90 cm. Das Werk ist mit „Kmentt-Montandon“ signiert und stammt aus österreichischem Privatbesitz. Das Gemälde zeigt eine selbstbewusste, sitzende Dame, die durch ihre Haltung und den konzentrierten Blick Stärke und Engagement ausstrahlt. Montandon fängt mit feiner Pinselführung und subtilem Farbspiel die Persönlichkeit einer gesellschaftspolitisch aktiven Frau ein, die in ihrer Zeit Haltung bewahrt und Einfluss nimmt. Das Bild verbindet Eleganz mit einer stillen Kraft, die den Charakter der Dargestellten eindrucksvoll widerspiegelt. Grete (Margarete) Kmentt-Montandon, geborene Montandon (13. Juni 1893 in Lilienfeld – 9. Februar 1986 in Wien), war eine österreichische Malerin und Grafikerin. Von 1944 bis 1968 fungierte sie als Präsidentin der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ). Ihre künstlerische Ausbildung begann sie bereits mit 15 Jahren. Vor dem Ersten Weltkrieg studierte sie bei Ludwig Michalek und besuchte die École des Beaux-Arts in Paris. 1922 setzte sie ihr Studium an der Wiener Akademie in der Meisterklasse von Ferdinand Schmutzer fort. Im Laufe ihrer Karriere unternahm sie zahlreiche Studienreisen durch Europa, unter anderem nach München, Italien und Portugal, sowie 1945 nach Nord- und Südamerika, wo sie Indianerreservate besuchte. In Wien lebte sie als freie Künstlerin und pflegte Freundschaften mit anderen Künstlerinnen wie Stephanie Hollenstein. Kmentt-Montandon war als Malerin, Radiererin und Zeichnerin tätig. Sie arbeitete mit Pastell, Aquarell und Öl und setzte teilweise die Spachteltechnik ein. Der Kunsthistoriker Hans Ankwicz-Kleehoven lobte ihre besondere Begabung für Porträts. Sie porträtierte sowohl prominente Persönlichkeiten als auch unbekannte Frauen und Kinder. Ihre impressionistisch gehaltenen Landschaftsbilder zeigen Motive aus Kärnten, Salzburg, Venezuela, Italien und der portugiesischen Atlantikküste. Auch einige Aktbilder zählen zu ihrem Gesamtwerk. Zudem illustrierte sie die Zeitschrift „Licht“, herausgegeben von den Oblaten des hl. Franz von Sales. Zu ihren bekannten Werken zählen unter anderem die Radierung „Alter Mann“ (1926 auf der 88. Ausstellung der Wiener Secession präsentiert), die Radierung „Golgatha (Christus am Kreuz)“ (1930 im Theseustempel ausgestellt), das Ölgemälde „Zwei Mütter“ mit einer stillenden Mutter und einer alten Frau im Hintergrund (ebenfalls 1930 im Theseustempel ausgestellt), das 32 m² große Wandbild im Speisesaal der Heilanstalt Grimmenstein mit Figuren vor einem Tempel (die Entwurfsskizze in Tempera wurde 1930 im Theseustempel präsentiert) sowie das „Bildnis Dr. Licht“, ein Porträt von Stefan Licht, dem Präsidenten der Hauptanstalt der Angestelltenversicherung (eine Radierung, die 1932 in der 17. Jahresausstellung der VBKÖ gezeigt wurde).
Grete Montandon :: Kunsthandel zur grünen Säule
| Künstler / Werkstatt | Grete Kmentt-Montandon |
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| Inventarnummer | F-1037 |
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